Ein Blogartikel von Andreas Lorenz

Achtung Jungs, jetzt werden bei der Liebe die alten Geschlechterrollen auf den Kopf gestellt…das Blümchen fliegt zur Biene!

Soll im Klartext heißen: Bei der Dating-App Bumble müssen zur Abwechslung mal Frauen den ersten Schritt machen und schreiben Männer zuerst an.

Aber wie funktioniert Bumble genau? Und ist die App wirklich eine gute Tinder-Alternative, wie man überall munkeln, summen und brummen hört?

Ich habe den gründlichen Test gemacht und möchte Dir in diesem Artikel meine Bumble-Erfahrungen mitteilen – alles von der Registrierung übers Matchen bis zum Chatten.

Also: „Let’s get ready to bumble“, wie Freunde des Boxsports sagen würden!

Das Bumble-Prinzip: Frauen schreiben zuerst!

„Ladys first“ – so lässt sich das Motto dieser „feministischen“ Dating-App auf den Punkt bringen. Während im realen Leben meist der Mann auf die Frau zugehen muss, werden die klassischen Geschlechterrollen bei Bumble umgekehrt:

Nur Frauen haben nach einem Match die Möglichkeit, das Chat-Gespräch zu eröffnen – sie müssen in der App IMMER den ersten Schritt machen.

Du als männlicher User kannst also nur warten und hoffen, dass die Frau Dich anschreibt – ansonsten verfällt euer Match wieder nach 24 Stunden!

Mit diesem Prinzip will Bumble den weiblichen Usern ersparen, von Männern mit belästigenden (Sex-) Anfragen und anderen anzüglichen Nachrichten überflutet zu werden…

Mehr als nur Online-Dating…

Bumble ist übrigens keine reine Dating-App, denn neben dem „Bumble Date“-Modus lässt sich die App auch zur Suche von Freunden („BFF“) und Business-Kontakten („Bizz“) nutzen.

Aber da ich mich als Flirt-Coach auf Dating-Plattformen zur Partnersuche konzentriere (wie Du sicher weißt), habe ich diese Bereiche für BFF und Bizz in meinem Test ausgeklammert.

Bumble oder Tinder – beide Apps sehr ähnlich

Bis auf den wichtigen Unterschied mit dem Anschreiben funktioniert Bumble aber nach demselben „Hot or not“-Prinzip wie Tinder: Man muss erst Swipen und Matches bekommen, um anschließend miteinander zu schreiben und das Date auszumachen.

Auch sonst ist Bumble in weiten Teilen ziemlich ähnlich zu Tinder, wie Du gleich noch sehen wirst. Viele Funktionen sind sogar identisch, aber heißen nur anders.

Wie funktioniert Bumble? Meine Erfahrungen im Test!

Attraktive Frau macht SelfieAlso beides fast dasselbe in grün – ääääähhh…gelb!

Die große Ähnlichkeit zwischen beiden Dating-Plattformen hat sicher auch damit zu tun, dass Bumble von einer ehemaligen Tinder-Mitbegründerin ins Leben gerufen wurde.

Diese hatte Tinder nach einigem Streit irgendwann den Rücken gekehrt, um mit Bumble ihre eigene Plattform aufzuziehen.

Wie gut ihr das gelungen ist, willst Du wissen?

Das erfährst Du jetzt…

Ich will Dich hier im Testbericht schließlich nicht noch länger auf die Folter spannen, wenn Du schon „Hummeln im Hintern“ hast 😀

1. Registrierung in der Dating-App

Das Gute: Bumble ist vielleicht eine Hummel oder Biene, aber keine Datenkrake.

Anmelden musst Du Dich bei Bumble nämlich nicht zwingend über Deinen Facebook-Account. Stattdessen kannst Du auch einfach nur Deine Handynummer verwenden.

Wer also nicht sein Facebook-Konto mit den ganzen persönlichen Daten mit der Dating-App verknüpfen will, registriert sich am besten über die Handynummer.

Die Registrierung in Bumble funktioniert in wenigen Schritten:

  • App herunterladen und auf dem Smartphone installieren
  • Nach dem Öffnen auf „Handynummer verwenden“ tippen und Deine Nummer eingeben
  • Verifizierungscode eingeben, der per SMS an Dein Handy gesendet wird
  • Profilbild vom Smartphone-Speicher hochladen bzw. aus Facebook importieren
  • Optional weitere Fotos hochladen (kann später bei der Profilerstellung noch nachgeholt werden)
  • Geschlecht, Geburtsdatum und Vorname eingeben
  • Falls gewünscht, E-Mail-Adresse zur Kontowiederherstellung und für Newsletter angeben
  • Modus auswählen: Dating, Freundschaft (BFF) oder Geschäftskontakte (Bizz)
  • Auswählen, für welches Geschlecht Du Dich bei der Partnersuche interessierst

Dass Du als Gentleman zum Abschluss der Registrierung noch den Richtlinien zustimmst, ist wohl Ehrensache, oder?

2. Profil ausfüllen und verifizieren

Liste der Profilangaben in BumbleBevor Du Dich ans fröhliche Swipen begibst, solltest Du erstmal Dein Profil vervollständigen. Tippe hierzu in der App auf das Avatar-Symbol unten links und dann oben auf das Stift-Symbol neben dem Profilbild.

Hier kannst Du nun insgesamt bis zu sechs Bilder hochladen.

Dann geht’s ans Profil ausfüllen. Im Vergleich zu Tinder kannst Du hier viel genauere Profilangaben machen – zum Beispiel zu:

  • Bildungsabschluss
  • Haustieren
  • Größe
  • Sport
  • Kinderwunsch
  • Sternzeichen
  • Religion
  • und mehr

Meine Erfahrungen mit Bumble zeigen: Diese Angaben helfen enorm, passendere Partnervorschläge zu bekommen, da die Nutzer auch entsprechende Kriterien in ihren Sucheinstellungen festlegen können (siehe unten).

Vor allem kannst Du im Gegensatz zu vielen anderen Flirt-Apps festlegen, ob Du Sex-Dates oder eine feste Beziehung suchst. Das gefällt mir fast am besten bei Bumble, denn die Fronten sind da direkt geklärt.

Neben der üblichen „Über mich“-Beschreibung hast Du im Profil außerdem die Möglichkeit, vorgegebene Profilfragen zu beantworten, falls Du selbst keine Idee für einen kreativen Profiltext hast.

Zu guter Letzt solltest Du noch Dein Profil verifizieren, um maximales Vertrauen bei der Partnersuche zu wecken. Die Frauen wissen dann nämlich, dass Du eine echte Person bist und kein Fake.

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3. Die Sucheinstellungen festlegen

Und hier fangen die Probleme an: Wegen der geringen Mitgliederzahl in Bumble muss bei der Entfernung leider ordentlich am Regler geschoben werden.

Mindestens 50 Kilometer Radius sollten es in den App-Einstellungen am besten sein, wenn man ausreichend Partnervorschläge in seiner Umgebung bekommen will (Ausnahmen sind Berlin und andere dicht besiedelte Großstädte).

Bei den Sucheinstellungen zeigt sich aber auch der nächste positive Unterschied zu Tinder, den ich eben schon angedeutet habe:
Menü für Sucheinstellungen in der Bumble-App
Bei Bumble kannst Du neben Geschlecht, Alter und Radius noch den „erweiterten Filter“ auswählen, um viele weitere Kriterien für die Partnersuche festzulegen. Es sind unter anderem die Kriterien, die ich eben schon bei den Profilangaben aufgelistet habe.

Das ist wirklich sehr hilfreich, wenn man bestimmte Partnerwünsche hat, wie zum Beispiel Nichtraucher oder Besitzer von Haustieren.

Oder wenn man wie gesagt sein Gegenüber direkt wissen lassen will, ob man nur Sex-Dates sucht, oder doch die große Liebe für eine dauerhafte Beziehung.

In der kostenlosen Version von Bumble lassen sich allerdings nur bis zu zwei weitere Suchkriterien („Filter“) hinzufügen.

Diese sind aber auch mehr als ausreichend.

Denn in meinem Bumble-Test hat sich gezeigt, dass es schon bei zwei zusätzlichen Filtern kaum noch Partnervorschläge gibt, die auf die festgelegten Kriterien zutreffen.

Selbst wenn ich den Suchradius in der App enorm erweitert habe.

Dies liegt natürlich ebenfalls daran, dass die Dating-Plattform im Moment noch viel zu wenige Mitglieder hat für solche extrem selektiven „Feineinstellungen“. Groß aussieben ist also nicht.

Daher mein Tipp: Wähle nie mehr als einen zusätzlichen Filter aus und erhöhe den Radius ausreichend, wenn Du beim Swipen nicht nach drei Minuten auf dem Trockenen sitzen willst!

4. Das Swipen und Matchen starten

Mann und Frau haben Match in BumbleDann geht es los mit dem links und rechts wischen. Es ist das altbekannte Matching-Spiel, wie man es auch von Tinder und anderen Dating-Apps kennt.

Auch das Publikum ist hier ähnlich wie bei Tinder und hat ein gewisses Niveau, wenn ich mir so die Profile näher anschaue.

Und, brummt es jetzt ordentlich im Bienenstock? Ist Liebe im Anflug?

Meine Erfahrungen mit der Bumble-App sind hier zumindest positiv: Beim Swipen habe ich festgestellt, dass ich (wenigstens am Anfang) mehr Matches bekomme als bei Tinder.

Aber dann ist da natürlich noch die zweite Hürde für uns Männer, nämlich die Sache mit dem Anschreiben:

Frauen müssen Männer bei einem Match zuerst anschreiben – und das innerhalb von 24 Stunden. Wenn sie es NICHT tun und keinen Finger rühren, wird das Match automatisch wieder aufgelöst.

In der kostenlosen Version von Bumble hast Du die Möglichkeit, pro Tag ein Match um weitere 24 Stunden zu verlängern, sodass die Frau mehr Zeit bekommt, den ersten Schritt zu machen.

Im Menü mit Deinen Chats siehst Du oben in der Leiste Deine „ausstehenden Matches“ – und wie viel Zeit noch bleibt, bis das jeweilige Match verfällt:
Menü mit Chats und ausstehenden Matches in Bumble
Übrigens: Du bekommst in Bumble keine Matches?

Genau wie in Tinder ist es bei Deinem Profil wichtig, hoch attraktive Fotos und einen ansprechenden Beschreibungstext zu hinterlegen.

Lies Dir diesen Artikel zu Tinder durch, wenn Du keine Matches hast. Die Tipps darin werden Dir auch für die Bumble-App helfen!

5. Frauen müssen Männer anschreiben

Okay, wir Männer können / müssen uns hier bei der Suche nach Liebe erstmal auf die faule Haut legen…

Aber wie gut funktioniert das mit der ersten Nachricht in der Praxis? Machen die Frauen wirklich den ersten Schritt in dieser „feministischen“ Dating-App Bumble? Oder gibt’s Probleme?

Im Test habe ich folgende Erfahrung mit Bumble gemacht: Ungefähr 75% der Frauen haben mich nach einem Match auch angeschrieben, ohne dass ich das Match verlängern musste.

Die meisten Mädels geben sich allerdings wenig Mühe beim Anschreiben. Denn die Kontaktaufnahme erfolgte fast immer mit einer belanglosen Nachricht, wie zum Beispiel:

  • *Handschlag*-Emoji
  • „Wie war dein Tag bisher?“
  • „Hallo, alles klar?“

Langweilige Standard-Gespräche sind da vorprogrammiert!

Du als Mann musst hier also doch wieder kreativ werden und eure Unterhaltung im Chat in interessante Bahnen lenken, damit die Frau am Ende nicht vor lauter Gähnen auf dem Sofa einschläft.

6. Miteinander chatten in Bumble

Wenn das Eis einmal gebrochen ist, läuft es allerdings rund, wie Du an diesem Chat-Beispiel siehst:
Humorvolles Chat-Gespräch in Bumble
Meine Erfahrungen mit Bumble: Frauen sind hier relativ offen beim Schreiben, schließlich haben sie Dich ja auch in einem „zweistufigen Verfahren“ (Match und Anschreiben) sehr sorgfältig ausgewählt!

Damit es im Gespräch allerdings klappt bis zur Date-Vereinbarung, solltet Du auch bei Bumble am besten die Tipps kennen, wie Du als Mann im Chat richtig flirten musst.

Wenn Du eine kreative Idee brauchst, kannst Du auch das sogenannte „Fragespiel“ starten und Deiner Chat-Partnerin eine vorgefertigte Frage von Bumble zusenden.

So kann selbst ein langweiliges Gespräch noch in eine spannendere Richtung gelenkt werden.

Der große Vorteil der Bumble-App aber ist, dass Du im Vergleich zu Tinder viel mehr Kommunikationsmöglichkeiten im Chat hast:

  • Bilder senden
  • Telefonieren
  • Videoanruf starten

Damit kannst Du also mit der Frau näher in Kontakt treten, ohne Dir erst ihre Handynummer besorgen zu müssen (was für uns Männer ja auch nicht immer einfach ist…).

7. Kostenpflichtige Zusatzfunktionen

Kosten für Boost-Abo in Bumble-AppGenau wie in Tinder kannst Du in Bumble auch ein Abo abschließen. Dieses nennt sich „Bumble Boost“ und beinhaltet folgende Zusatzfunktionen:

  • Nutzer, die Dich bereits gelikt haben, aufdecken und direkt das Match bekommen ohne zu swipen
  • Bereits verfallene Matches nochmal wiederherstellen
  • Aktuell laufende Matches verlängern
  • Unbegrenzt viele Suchkriterien („Filter“) festlegen, um die Partnersuche optimal nach Deinen Wünschen zu gestalten
  • Dislike beim Swipen wieder zurücknehmen und Dich neu entscheiden

Bei der Laufzeit kannst Du zwischen sechs verschiedenen Varianten auswählen – von nur einem Tag über mehrere Monate bis „lebenslang“ ist vieles möglich.

Die Kosten hierfür kann man sich meiner Erfahrung nach aber sparen, denn keines dieser Extra-Features ist wirklich zwingend notwendig, um in der Dating-App erfolgreich zu sein.

Neben dem „Bumble Boost“-Abo kannst Du auch einzelne Funktionen für den einmaligen Einsatz hinzukaufen:

Das wären dann einmal der „Super Swipe“, um mit Deinem Like ein großes Interesse auszudrücken und besonders auf Dich aufmerksam zu machen…

…und die „Spotlight“-Funktion, mit der Du vorübergehend Deine Sichtbarkeit erhöhst und mehr Nutzern in Deiner Umgebung angezeigt wirst.

Fazit: Meine Erfahrungen mit Bumble

Was sind nun meine Erfahrungen mit Bumble im Test? Kann man hierüber die große Liebe oder zumindest ein unkompliziertes Date finden? Hier meine Zusammenfassung für Dich:

Vorteile:

  • Viele attraktive Frauen
  • Partnersuche mit gewissem Niveau
  • Detailliertere Sucheinstellungen als bei Tinder möglich
  • Festlegung möglich, ob man Sex-Treffen oder eine Partnerschaft sucht
  • Wichtigste Funktionen sind kostenlos
  • Bilder senden, Videotelefonie und Anrufe direkt im Bumble-Chat möglich
  • Auch für die Suche von Freundschaften und Business-Kontakten nutzbar

Nachteile:

  • Im Moment noch relativ wenig Mitglieder im deutschsprachigen Raum
  • Hohe Hürden für uns Männer (Match bekommen UND angeschrieben werden)
  • Oft langweiliges Anschreiben von Frauen

Bumble ist also tatsächlich eine gute Alternative zu Tinder, vor allem weil man die Suchkriterien viel genauer festlegen kann.

Allerdings gibt es auch Probleme: So ist die Zahl der Mitglieder im Moment einfach noch zu niedrig und einige Frauen entpuppen sich als zu schreibfaul.

Damit die Dating-App Spaß macht, darf sich das gerne ändern – im echten Bienenstock hockt schließlich auch ein ganzer Schwarm, sodass es ordentlich wimmelt!

Diese Tipps sind noch nicht alles…

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In meinem kurzen Video verrate ich Dir 3 weitere Geheimnisse:

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